Wir verdursten!

Wenig Regen in Costa Rica Guanacaste

Ein, zwei Tröpfchen, mehr nicht: Guanacaste, Costa Rica verzehrt sich nach dem erlösenden Regen. Der will aber einfach nicht kommen!

Costa Rica Wassermangel
Der Regen bleibt aus, das Land durstet

Sommer ist geil! Keine Frage! Die Sonne brennt uns auf den mehr oder minder gestählten Luxus-Körper. Nicht das heimischen Sofa inklusive Chips und Bier macht uns an, sondern der Liegestuhl. Dazu aber gern den Fruchtcocktail. Einfach herrlich!

Es gibt kein Wasser

Zu viel „Sommer, Sonne, Sonnenschein“ kann aber auch ganz schnell zu einer extrem ernsten Angelegenheit werden. Wie gerade bei uns in Guanacaste, Costa Rica. Statt Lustschweiß, steht uns hier der Angstschweiß auf der Stirn. Vielerorts wird nämlich das Wasser knapp. In den letzten drei Wochen wurde bereits vermehrt der Hahn von oberster Stelle zugedreht – 25 Gemeinden mit 5000 Menschen standen plötzlich auf dem Trockenen und mussten aus staatliche Wasserlieferungen per Kanister warten. 

Wer ist schuld?

Grund dafür ist unter anderem das Klimaphänomen El Niño. Es sorgt für eine massive Dürre in der Provinz. Viele Flüsse sind bereits ausgetrocknet – ein guter Spiegel für das Level des Grundwassers. Nada! Klar der Himmel hat das ein oder andere Mal seine Schleusen geöffnet. Aber eben nur einen lächerlich winzigen Spalt. In den extrem trockenen Provinzen rund um Nicoya und Santa Cruz war dies nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Mensch, bist du egoistisch

Fraglich ist, ob wir einzig El Niño den schwarzen Peter zuschieben können? Denn wir Menschen sind von Grund auf egoistisch. Gerade im Urlaub! Die Hotelrechnung ist schließlich bezahlt, wer guckt da beim Duschen auf die Uhr? Ganz zu schweigen, vom Garten rund um die Unterkunft. Die soll Bitteschön exotisch und farbenfroh erstrahlen. Rasensprenger, marsch! Ja, und des Deutschen liebsten Spielzeug muss natürlich auch blitzen. Egal, ob alles in fünf Minuten back to the beginning ist. Danke Leute!

Auch in Deutschland Dürre 2018

Es wird immer chaotischer mit dem Klima

Feinstaub siegt gegenüber Glimmstengel

Adiós Menschheit

Heiße Aussichten im Meer

Leuchtsmog verpestet den Himmel

Komm, lass uns die Sterne am Himmelszelt bewundern … und die Milchstraße. Leider ist dies vielerorts auf der Welt nicht mehr möglich. Denn Lichtverschmutzung lässt die Nacht hell erleuchten.

Wir verpesten die Nacht mit unserem Licht

Wo sind die Sternbilder geblieben?

Es gibt den kleinen und großen Wagen, den Löwen, den Wassermann – an unserem nächtlichen Himmel lassen sich 88 Sternbilder bestaunen. Doch immer seltener ist es möglich, die wunderbaren Konstellationen auch zu sehen. Vor allem in der Stadt. Wer hier sehnsüchtig in den Nachthimmel schaut, erkennt selbst an eigentlich klaren Nächten meist nur noch einige wenige leuchtende Sterne. 

Auch Nachts ist es vielerorts taghell

Ja, die Nacht verschwindet. Vielerorts sorgt künstliche Beleuchtung für eine regelrechte Lichtverschmutzung. Klar, viele Menschen fürchten die Dunkelheit. Wer weiß denn schon, was sich in der Finsternis verbirgt. Aber oftmals benutzen wir eben einfach viel mehr Licht als nötig. An unseren Häusern, Fabriken und Straßen. So nimmt die Lichtmenge jedes Jahr weltweit um etwa zwei Prozent zu. Dabei legen vor allem Entwicklungsländer ein rasantes Tempo vor. 

Folgen für Mensch, Tier und Pflanzen

Leider verbraucht das viele Licht nicht nur sinnlos viel Geld und Strom. Nein, es ist vor allem sehr schädlich für die Tier- und Pflanzenwelt. Bäume, zum Beispiel, kommen mit den Jahreszeiten durcheinander. Plötzlich sprießen die jungen Blätter viel zu früh – nur um dann beim nächsten Frost zu erfrieren. Noch viel gravierender sind die Folgen allerdings für die Insektenwelt. Diese kreisen nur noch wie hypnotisiert um die vielen Lichtquellen und vergessen dabei völlig nach Nahrung zu suchen oder sich fortzupflanzen. 

Und auch wir Menschen haben unter den Folgen des künstlichen Lichts zu leiden. Da es nie ganz dunkel wird, kommt unser Körper immer öfter mit Tag- und Nachtzeiten durcheinander. Unser Biorhythmus und Hormonhaushalt spielt verrückt. 

Achtung Lichtverschmutzung!

Was können wir tun?

Folglich sollten wir versuchen, unsere Lichtnutzung möglichst zu reduzieren. Auch bei der Städte- und Landschaftsplanung muss dies mit in Betracht gezogen werden. 

Lust auf einen sternenklaren Himmel? Dann kommt vorbei! Hier am Strand von Buena Vista, Costa Rica, lässt sich jedes einzelne Sternbild erkennen. Romantik pur! 

Feinstaub siegt gegenüber Glimmstengel

Politiker aus dem Weg-Schulstreik fürs Klima

Zeitumstellung macht krank