Nicaragua nach Costa Rica

 

Drogenschmuggler?-Nee doch nicht!

 

Nach einer spannenden Ausreise aus Nicaragua kam ich mit meiner Schwester in Costa Rica an.

Der Grenz√ľbergang dauerte circa zwei Stunden. Da es keine Beschilderungen gab war es sehr abenteuerlich die verschiedenen B√ľros zu finden. Erst mussten wir zum Ausreiseamt in Nicaragua, dann wurden unsere P√§sse an einem Holztisch unter einer Plastikplane kontrolliert bis wir ins Einreiseamt von Costa Rica kamen.

Dort sagten sie uns, man m√ľsse wenn man einreisen will auch ein Ausreiseticket haben und so musste sich meine Schwester f√ľr 25$ ein Ticket kaufen, welches sie nicht benutzen w√ľrde.Klasse! Wir verbrachten wegen des vielen Verkehrs eine Stunde im Stau und konnten dann endlich normal weiter fahren.

 

Doch diese normale Fahrt entwickelte sich relativ aufregend f√ľr uns, denn kurz nach der Grenze stiegen acht M√§nner ein, die gro√üe, schwarze T√ľten mit sich trugen und diese unter ihren Sitzen versteckten. Wir hatten viel vom Drogenschmuggel geh√∂rt und vermuteten daher, sie w√ľrden Kokain nach Costa Rica bringen. Die Polizei kam, kontrollierte alle Ausweise und verlie√ü wieder den Bus, w√§hrend wir uns nerv√∂s umsahen.

Im n√§chsten Bus erz√§hlten wir unser Erlebnis einem Einheimischen, der uns schmunzelnd erkl√§rte, dass diese M√§nner lediglich Kleidung f√ľr ihre Gesch√§fte schmuggelten und der Drogenschmuggel eher in die entgegengesetzte Richtung √ľblich sei.

 

Wir fuhren nach Tamarindo um die ber√ľhmt, ber√ľchtigte Surferstadt kennenzulernen. Als wir dort ankamen waren wir relativ entt√§uscht, denn unter den ganzen Leuten, die wir trafen, war kein einziger Tico (Costa-Ricaner). Deshalb wird Tamarindo auch "Tamagringo" genannt. Wir verbrachten zwei N√§chte in dem g√ľnstigsten Hotel der Stadt, da wir uns mit unseren zarten 19-Jahren leider noch nicht als reich bezeichnen k√∂nnen, welches f√ľr sechs Dollar die Nacht relativ gut ausgestattet war.

Die Tage waren dem Strand gewidmet und die Nächte dem Pacifico Club, in welchem es Mittwochs Ladies Night gibt und Donnerstags Reggae Night. Man zahlt nur zwei Dollar und hat einen unglaublich schlechten Liveact inklusive. Die Stimmung war super ausgelassen.

 

Am darauffolgenden Tag gings dann mit noch drei anderen M√§dels, die wir im Hotel getroffen hatten, nach S√°mara, einem kleinen, beschaulichen √Ėrtchen auf der Peninsula direkt am Pazifik.

Sehr √ľberrascht von den Preisen, die im Vergleich zu Nicaragua viel h√∂her sind, suchten wir bestimmt zwei Stunden nach einem Hotel f√ľr meine Schwester und ihre Freundin.

Ich fuhr an diesem Abend in das Costa Rica Hotel Paraíso del Cocodrilo, in welchem ich ein einmonatiges Praktikum anfing, während sich meine Schwester in Richtung Kolumbien aufmachte.

Rainer, der Inhaber des Hotels, ist vor 19 Jahren aus Deutschland nach Costa Rica ausgewandert und hat dieses Hotel gegr√ľndet. Dadurch ist der gro√üteil der G√§ste deutsch. Morgens gehe ich immer,teilweise auch mit Rainer, um 6.00 Uhr f√ľr eine Stunde am Strand im Sonnenaufgang joggen, fr√ľhst√ľcke danach und mache mich dann bis zur Mittagspause an die Arbeit. Meine Mittagspausen verbringe ich am Pool, skype mit meinen Lieben zu hause oder treffe mich mit Leuten, die ich hier kennen gelernt habe. Ab 17 Uhr helfe ich an der Bar aus bis ich dann schlie√ülich totm√ľde ins Bett fallen kann.

 

Im Vergleich zu Nicaragua und Ecuador ist Costa Rica auf jedenfall teurer, allerdings hat es auch mehr zu bieten. Die Orte sind sicherer, die Häuser schöner und die Politik stabiler.

 

Nach meinem Praktikum werde ich mich nochmal durch Nicaragua, dann durch Honduras, El Salvador, Guatemala und Belize bis nach Mexiko durchschlagen. Ich bin schon gespannt was mich noch erwartet.

/p/p

 

Kommentar:

Nombre: Jana Rodrigez

Mail: janarodrigez@gmail.com

 

Ja, mit der Ein- und Ausreise nach Nicaragua ist es am Besten mit dem Tica-Bus, da gibt es keine Probleme und es geht alles Ruck zuck.

Hatte auch ein Praktikum im Hotel Paraoso del Cocodrilo gemacht und war total begeistert. Kann ich nur empfehlen und wurde es sofort wiedermachen wenn ich Zeit hätte.

Bemerkung:

Als ich kam waren gerade als Praktikantinnen zwei Tussis da eine im Flying und eine im Paraiso del Cocodrilo. Den Beiden konnte man nichts recht machen und alle 2 Stunden wurde die Mutti angerufen. Sie zogen mit einer slowakischen Familie durch die Gegend. Ziemlich abgedreht.

Manchmal geistern in Costa Rica schon merkw√ľrdig gest√∂rte Personen durch die Gegend. Aber so was kann man ja auch in Deutschland erleben.

Gruß Jana