Costa Rica Nationalparks

 

Nationalpark Vulkan Poas (5600 ha)

Der Nationalpark wurde 1971 gegründet. Dieser Nationalpark besteht aus einem artenreichen Nebelwald sowie dem berühmten Vulkan Poas. Am Eingang des Parks, befindet sich ein Besucherzentrum, wo Interessierte detaillierte Informationen und Führungen zum Vulkan durch kompetente Umweltschutzmitarbeiter buchen können.

Die Höhe des Vulkan Poas beträgt 2708 Meter und liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Alajuela und 50 Kilometer (1,5 Std.) von San Jose entfernt.

Die höchste Aktivität hat der Vulkan von 1952-54 vorzuweisen. 1952 stieß der Poás Asche- und Dampfmassen bis zu 8000 Meter in die Atmosphäre aus. Heute ist der Vulkan relativ ruhig, jedoch kommt es immer wieder zu kleineren Eruptionen.

Im Krater des Vulkans befindet sich ein Säuresee, welcher einen Durchmesser von 1,5 Kilometer und eine Tiefe von 300 Metern hat, und somit der zweitgrößte Vulkankrater der Welt ist. Das Wasser des Sees ist türkisblau und der pH-Wert beträgt weniger als 1 womit der Kratersee zu den sauersten der Welt gehört.

Den besten Ausblick auf den Krater hat man von der Aussichtsplattform am Kraterrand, wo man sehr schön den austretenden Rauch beobachten kann. Es empfiehlt sich, den Vulkan in den frühen Morgenstunden zu besuchen, da der der Gipfel im Laufe des Tages von Wolken verdeckt wird.

Vom Hauptkrater aus erreicht man über einen 30 minütigen Wanderweg die blaue Lagune Botas, ein längst erloschener Krater, welcher mit Regenwasser gefüllt ist. Rund um die Lagune findet man einen, der Höhe angepassten, tropischen Zwergwald. Außerdem kann man auf dem interessanten Wanderweg man viele Tiere beobachten.

 

Nationalpark Guanacaste (32 512 ha)

Der Nationalpark wurde 1989 gegründet und ist noch kaum touristisch genutzt. Das Schutzgebiet umfasst die bewachsenen Vulkanhänge der Vulkane Orosi und Cacao. Hier erstreckt sich ein immergrüner Regenwald. Die Existenz dieses Parks ist Dr. Daniel Janzen zu verdanken, der sich um Spendengelder bemüht hat, um diesen Nationapark zu gründen. Dieser Nationalpark hat eine große Bedeutung für die Wildtiere, da viele von ihnen in der Trockenzeit in das Weidehochland der Insel Nicoya ziehen.

Man findet hier Tiere wie Pekaries, Brüllaffen, Nasenbären, Capucina Äffchen und zahlreiche Vogelarten.

 

Nationalpark Santa Rosa (49 515 ha)

Der Nationalpark Santa Rosa wurde 1971 gegründet und befindet sich im Norden, an der Pazifikküste, an der Grenze zu Nicaragua. Im Jahre 1855 und 1956 fanden auf diesem Land zwei historisch bedeutende Schlachten um die costaricanische Unabhängigkeit statt, woran heute noch zwei Gedenkstätten erinnern.

Der Nationalpark grenzt an den pazifischen Ozean, weshalb der Strand Nancite auch zu einem der wichtigsten Eiablageplätze der „Bastard"- Seeschildkröten während der Monate Juli-Dezember zählt.

Der Nationalpark besteht aus tropischem Trockenwald, in welchem Tiere wie Kojoten, Pekaris, Tapire, Nasenbären und verschiedene Arten von Meeres- und Landschildkröten leben. Weiters gibt es hier auch Pumas und Jaguare, welche aber nur sehr selten gesichtet werden.

Der Park ist landschaftlich ausgesprochen schön, aber auch hier findet man nur wenige Touristen.

 

Nationalpark Vulkan Tenorio (18 402 ha)

Diesen Nationalpark gibt es seit 1995 und er liegt in Guanacaste, im Westen Costa Ricas. Hier liegen der Vulkan Tenorio und der Vulkan Montezuma. Die Vulkanhänge sind mit Mischwäldern und tropischem Trockenwald bewachsen. Hier haben auch drei Flüsse ihren Ursprung, Rio Tenorio, Rio Tenorito und der Rio Martirio. Am Rio Tenorio gibt es auch zahlreiche Macadamia-Plantagen.

Bei klarem Wetter kann man vom Gipfel aus die Tiefebene von San Carlos und Guatso, den See Arenal sowie den Nicaraguasee erblicken. Ein weiteres Highlight sind die Thermalquellen mit Temperturen bis zu 94°C und die sprudelnden Schlammbecken.

Der Rio Celeste befindet sich ebenfalls im Nationalpark, der durch seine unnatürliche blaue Färbung, die aufgrund chemischer Reaktionen entsteht.

Obwohl der Park längst kein Geheimtipp mehr ist, gibt es hier keinen Massentourismus.

 

Nationalpark Rincon de la Vieja (14000 ha)

Gegründet wurde dieser Park 1973 und er trägt diesen Namen aufgrund des, sich dort befindenden, Vulkan Rincon de la Vieja.

Die Höhe des Vulkans beträgt 1895 m. Der Fußmarsch bis an den Vulkan bzw. zur Rangerstation beträgt Hin und Zurück etwa 7 Stunden und ist nur für geübte Wanderer und bei gutem Klima zu empfehlen. Seit 1999 gilt der Park als UNESO Weltkulturerbe.

Ein weiterer Vulkan im Nationalpark, ist der Vulkan Santa Maria. Zu den Hauptattraktionen zählen Geysire, blubbernde Schlammlöcher, Thermalquellen sowie Schwefelquellen, welche durch Wanderwege besichtigt werden können. Besonders eindrucksvoll ist der Wasserfall im Park in der Regenzeit.

Im Nationalpark leben rund 257 verschiedene Vogelarten. Aber auch Brüllaffen, Gürteltiere, Leguane, Nasenbären haben hier ihr Zuhause.

 

Nationalpark Palo Verde (13 058 ha)

Der Fluss Rio Tempisque bahnt sich seinen Weg durch diesen Nationalpark, weshalb hier eine große Anzahl an Wasservögel beobachtet werden kann. Der Park wurde 1980 errichtet und liegt nördlich der Stadt Canas. Er verdankt seinen Namen dem Palo Verde Baum.

Allgemein ist dieser Nationalpark ein Paradies für Vögel. Die Isla de Pajaros, im Nationalpark, ist Heimat von Störchen, Reihern und Boas Konstriktors. Außerdem leben hier die größten Störche der Welt, die Jabirus, welche sehr selten sind.

Des weiteren befinden sich im Nationalpark über 200 verschiedene Baumarten darunter der Lignum Vitae, dessen Holz das schwerste der Welt ist und sogar im Wasser untergeht.

In der Trockenzeit ähnelt der Nationalpark einer afrikanische Savanne. Während der Regenzeit kann es aber vorkommen, dass der Rio Tempisque über die Ufer tritt und somit viele Wanderwege nicht passierbar sind. In diesem Fall kann man aber den Park mit einem Kanu erkunden, die man dort mieten kann. Auch kann man hier mit dem Boot exzellente Fotosafaris unternehmen.

 

Nationalpark Vulkan Arenal (12 060 ha)

Den Namen verdankt der Park dem 1633m hohen und aktiven Vulkan Arenal, nahe dem Ort "La Fortuna", im nördlichen Teil von Costa Rica. Gegründet wurde der Nationalpark 1991.

Aufgrund seiner regelmäßigen Ausbrüche stellt der Vulkan eines der spektakulärsten Naturschauspiele Costa Ricas dar. Im Jahre 1968 explodierte der Vulkan zum ersten Mal und zerstörte die Ortschaten Tabacon und Pueblo Nuevo. Bis dahin dachte man nämlich es handle sich bei dem Vulkan um einen ganz gewöhnlichen Berg.

Bei dieser Explosion starben 78 Menschen. Seit 1981 ist der Vulkan wieder ständig aktiv.

Lavaeruptionen können am besten Nachts beobachtet werden, in Form von festem, glühendem Lavagestein. Der Vulkan Arenal ist mittlerweile touristisch sehr erschlossen. Aufgrund der häufigeren Regenfälle kann man den Vulkan oft nicht sehen.

Der Nationalpark Vulkan Arenal kann in vier verschiedene Klimazonen unterteilt werden: sehr feuchter Regenwald, sehr feuchter gebirgiger Primärwald, gebirgiger Regenwald und Regenwald in tieferen Lagen.

Der Vulkan Cerro Chato, befindet sich ebenfalls im Nationalpark, ist aber bereits erloschen. Dieser Vulkan ist sehr dicht bewachsen und beherbergt einen Kratersee. Um zu diesem Kratersee zu gelangen muss man jedoch eine anstrengende Wanderung auf sich nehmen, die nur für geübte Wanderer geeignet ist.

Ein weiteres Highlight sind die heißen Quellen des Flusses Tabacón der sich durch den Regenwald schlängelt. Hier bietet es sich an, ein heißes Bad zu nehmen und den Geräuschen des Regenwaldes zu lauschen.

Der Arenalstausee liegt ebenfalls im Nationalpark. Er ist der größte Binnensee Costa Ricas und wurde in den 70er Jahren künstlich angelegt. Der See wird zur Energiegewinnung genutzt und deckt beinahe 60% des elektrischen Energiebedarfs Costa Ricas ab.

Des Weiteren befindet sich ein faszinierender 70m hoher Wasserfall im Nationalpark. Er ist über eine steile, aber gut gebaute Treppe erreichbar. Unten angekommen kann man problemlos ein Bad im Auffangbecken des Wasserfalles genießen.

 

Nationalpark Diría (5 428 ha)

Dies ist einer der jüngsten Nationalparks Costa Ricas, im Jahre 2004 gegründet. Davor war er ein National Forest Wildlife Refugium.

Der Nationalpark schützt das zentrale Hochland der Peninsula Nicoya, in welchem sich die Flüsse Diria, Tigre, Verde und Enmedio befinden. In den höheren Lagen findet man hier tropischen Nebelwald.

17 Fledermausarten, Rehe, 134 bekannte Vogelarten, Nasenbären, Pekaris, Waschbären und viele andere Arten von Tieren leben im Nationalpark.

 

Nationalpark Barra Honda (2 295 ha)

Seit 1974 dient dieser Nationalpark als Schutz für sein berühmtes Höhlensystem, auf der Peninsula Nicoya gelegen.

Die Höhlen wurden Anfang der 70er Jahren entdeckt. Man kann von der unteren Rangerstation eine etwa eineinhalb stündige Wanderung zu den Höhlen unternehmen. Der Höhenunterschied beträgt etwa 500 m.

Das Höhlensystem besteht aus 42 verschiedenen Höhlen, jedoch wurde erst ungefähr die Hälfte erkundet.

Die "Cueva de Santa Ana" ist mit 200m die tiefste Höhle dieses System. In ihr befindet sich die so genannte "Perlenhalle", welche sehr interessante Formen an Stalaktiten und Stalagmiten beinhaltet. Des Weiteren gibt es die Höhle "Terciopelo", die für Besucher gut zugänglich ist und fünf Säle beinhaltet.

Die Höhlen können nur mit Personal der Nationalparksverwaltung besichtigt werden, Alleingänge sind nicht möglich. Eine Besichtigung ist auch in der Regenzeit möglich, nur bei einer starken Regenperiode werden die Höhlen gesperrt. Der Abstieg erfolgt mit Strickleitern und Seilsicherung.

Der Nationalpark umschließt laubabwerfenden tropischen Trockenwald, sowie immergrünen Wald. Von einer Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Blick auf den Golf von Nicoya.

 

Nationalpark Marina los Baulas & Tamarindo National Wildlife Refuge (552 ha)

Dieses Gebiet schützt einen der wichtigsten Eiablageplätze der Baula-Schildkröte (Lederrückenschildkröte). Sie ist die größte Schildkröte der Welt und legt ihre Eier an den Stränden Playa Grande und Playa Langosta, zwischen November und April, ab.

440ha des Refugium sind ausschließlich Mangrovensümpfe, wobei es hier 6 verschiedene Mangrovenarten gibt.

Am Haupteingang des Parks gibt es ein kleines Museum, in welchem man Informationen über die Geschichte der Lederrückenschildkröte erhält.